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Ab 1925 führte Hans Klais das Unternehmen. Mit zahlreichen neuen Entwicklungen und Erfindungen brachte er den Orgelbau wie auch die Werkstatt weiter voran. Unter ihm hielt die Moderne Einzug in die Prospektgestaltung, wurden ergonomische Spieltischformen entwickelt. Und er hielt an den Prinzipien des Vaters fest: Dem Orgelbau Impulse geben, gleichzeitig Ideen des Sohnes aufnehmen. Der Enkel, Hans Gerd Klais, leitet die Werkstatt seit 1965. Er kehrt zu den Quellen zurück: Mechanische Schleifladen. Schon früh versucht er, eine Synthese zwischen polyphoner und symphonischer Orgel zu finden. Und wieder folgt er der Tradition, nimmt die Ideen der jungen Generation auf. Philipp Klais, der Urenkel des Gründers, aufgewachsen in der Werkstatt, lernte im Elsaß, in Deutschland und Übersee. Seit einigen Jahren arbeitet er Hand in Hand mit seinem Vater. Neue Ideen verbinden sich mit bewährter Erfahrung. Gemeinsam mit einem jungen Team setzt sich die vierte Generation Klais für charaktervolle Instrumente mit hoher klanglicher und gestalterischer Ästhetik ein. Die Orgel ist, wie Vergangenheit und Gegenwart zeigen, das wandlungsfähigste, ja das wandlungsfreudigste Instrument. Dies fordert geistige Beweglichkeit von seinem Konstrukteur, die Dynamik der Entwicklung gebietet Flexibilität in Denken, Handeln und Fühlen des Orgelbauers. Die Familie wohnt und arbeitet unter dem Dach der Werkstatt. Ständig im Austausch mit den Mitarbeitern findet hier ein immerwährender Lernprozeß statt. Ziel: Erkenntnisgewinn. Einig sind sich alle über Ziel und Zweck ihres Tuns: Orgelbau ist schöpferische und zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Tradierten in all seinen Erscheinungsformen. Der Orgelbauer arbeitet in seiner Zeit, aber seine Werke müssen sich der Geschichte stellen. Und dabei sind sich alle bewußt: Im Kirchenraum dient die Orgel der Begleitung und Erhöhung des Gottesdienstes.
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