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Heiningen, Kath. Stiftskirche

Restaurierung der Orgel von Heinrich Vieth 1887    

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Windladen

Die Windladen waren durchwegs 1887 von Heinrich Vieth neu gebaut worden, die Ventilabzüge verlaufen leicht schräg nach hinten gehend, die Pulpetenbretter wurden 1987 durch Martin Haspelmath mit neuen Dichtungen versehen. soweit derzeit einzusehen, scheinen nur einige undicht zu sein, sie neigen allerdings aufgrund geringer Toleranzen zum Verklemmen, auch weil sie schräg abziehen.

Die Kanzellenkörper haben von oben und von unten aufgeleimte Fundamentbretter, die offensichtlich gerissen sind:

 

Die Windladen haben extrem große Auslässe (8 - 10 mm), doch hört man bei der „stummen Probe“ deutliche Wind- und Pfeifgeräusche. Die Schleifen laufen offensichtlich Holz auf Holz, also ohne jede Abdichtung, mit Ausnahme der vier Zungenregister, die nachträglich wohl erst nach 1987 und vermutlich nach massiven Problemen mit der Dichtigkeit der Windladen, nachträglich mit Scheiben oben und unten versehen worden sind. Die Entlüftungen dürften ebenfalls auf Haspelmath zurückgehen und sind ein Notbehelf gegen Zusammenstiche.

 

Die Windladen waren 1987 nicht weiter restauriert bzw. überarbeitet worden. Von daher gab es an den Windladen die meisten Probleme: immer wieder wurden Störungen durch Zusammenstiche in den Fundamentplatten festgestellt.

 

Spielanlage

Die sehr archaisch anmutende Spielnische besitzt keine Türen, ist also nicht verschließbar. Die Klaviaturen sind für die Untertasten mit Knochen belegt, die Obertasten aus Ebenholz, im Mittelbereich von beiden Manualen relativ ausgespielt, so daß ca. 15 – 20 Beläge erneuert werden müssen.

 

Es gibt einen Registerzug "Manualkoppel", der allerdings ins Leere läuft. Die Klaviaturen sind offensichtlich original, es sind jedoch keinerlei Hinweise auf eine früher vorhandene Manualkoppel erkennbar.

 

Dagegen wurde der Tritt für die Pedalkoppel durch einen Zug ersetzt; hier war eine Mechanikwelle mit einem Eisentritt versehen, der dann eingehakt hat. Eine sehr einfache Konstruktion, bei der derzeit unklar ist, ob der Einhakmechanismus zufrieden stellend funktioniert hat, da die Welle ja nicht seitlich verschiebbar ist.

 

Die Pedalklaviatur ist von den Belägen her mäßig ausgespielt, klappert allerdings sehr stark. Ein großer Teil der Registerschilder aus Porzellan ist sehr stark verblichen, so daß es kaum noch lesbar ist.

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