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Übersicht

Heiningen, Kath. Stiftskirche

Restaurierung der Orgel von Heinrich Vieth 1887    

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Gehäuse

Das Gehäuse ist weitgehend original und intakt. Die Türen sind funktionstüchtig zum Öffnen. Im Inneren des Gehäuses steht noch 1 Kanister mit Xylamon, offensichtlich von der letzten Restaurierung herrührend, er ist noch halb gefüllt.

Die Rückwand des Gehäuses war ursprünglich wohl offen, dort ist ein Westfenster. Vermutlich, um die Sonneneinstrahlung zu minimieren, hat man dann ein Preßspanplatten-Konstrukt aufgedoppelt.

 

Windanlage

Die jüngere Windanlage hinter dem Gehäuse stammte vermutlich aus der Zeit von vor 1987. Laut Inschrift vom 22.11.1987 hat die Orgel einen Winddruck von 83mm WS, demnach stammte auch der sehr laute Ventus-Langsamläufer von vor 1987.

 

Die Stimmtonhöhe lag bei 433 Hz bei 10° C.

 

Die Kanäle zwischen Motor und Balgsystem bzw. zwischen Balgsystem und dem originalen Kanalsystem bestand aus blauem PVC-Kunststoffrohr, Durchmesser ca. 220 mm. Der Wind der Orgel war sehr instabil und nervös zitternd. Dabei lag die Hauptursache in dem wirren Durcheinander der beiden Bälge (Magazinbalg und Schwimmer) und einem komplizierten Kanalsystem zur Orgel hin.. Das System bestand aus einem großen Schwimmerbalg, ca. 1,85 x 0,85 m mit Schwimmerplatte, von der Drossel gesteuert, sowie einem Balg mit einer Falte, der als Stoßfänger wirkte, ebenfalls mit 1,85 x 0,85 m, und nur im Wind schwamm.

 

Beim Ausbau konnten wir feststellen, dass im Orgelinneren die ursprüngliche Kanalanlage erhalten ist und eine originale Kanalzuführung zwischen den beiden Pedalladen geschlossen wurde.

 

Daraus ergibt sich, dass wohl hinter der Orgel oder im Dachboden ein Magazinbalg war. Die Wiederherstellung einer besseren Windversorgung war daher hinter dem Gehäuse möglich.

 

 

Durchgeführte Arbeiten 2008/2009

Im Folgenden werden die zwischen April und Januar durchgeführten Arbeiten summarisch aufgelistet und durch beispielhafte Abbildungen in einer kurzen Fotodokumentation belegt.

 

Generell wurde die Orgel nach dem Ausbau von Pfeifen, Windladen und Windlanlage mit dem Staubsauger gereinigt und mit einer leichten Sodalösung feucht ausgewischt. Eine weitere Behandlung schien nicht angebracht, da kein Befall von Schimmel oder Holzwurmbefall festzustellen war.

 

Im Einzelnen wurden folgende Bereiche bearbeitet:

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