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Ingolstadt, Spitalkirche

Zum Abschluss der Restaurierung der Bittnerorgel von 1838 in der Spitalkirche...  

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Das Pfeifenwerk wurde vermessen, sorgfältig gereinigt und dem vermutlichen Originalstandort gemäß der Tonsignatur zugewiesen. Schäden – hier insbesondere Deformierungen im Fuß, im Körper und – aus der Zeit als die Orgel noch spielte – im Mündungsbereich werden repariert. Dazu wurden die Metallpfeifen über einer Form ausrundiert und Risse gelötet. Die Holzpfeifen wurden ebenfalls gereinigt, die weitgehend gelösten Leimverbindungen werden mit Warmleim nachgeleimt und ggfl. repariert. Die fehlenden Pfeifen wurden materialgerecht rekonstruiert. Dazu wurde die Legierung der originalen Pfeifen bestimmt (65% Zinn) und die gleiche Zinn-Bleilegierung gegossen. Die Bleche der neuen Pfeifen wurden von hand gehobelt und ausgedünnt.

 

Die beiden Windladen für Manual und Pedal waren vorhanden, wenn auch, aufgrund der langen Lagerung in einem sehr feuchtem Klima, in sehr fragilen Erhaltungszustand. Schleifen, Dämme und Stöcke sind aus Eiche, die Bänkchen aus Fichte, ablesbar ist aufgrund der Bohrungen die Disposition der Orgel bis hin zur Repetition der Mixtur. Die Stöcke werden mit Holzschrauben auf der Lade fixiert.

 

Die Bittner-Orgel von 1838 hat nun nach einer langen Pause ihren – vorläufigen – Platz in der Spitalkirche von Ingolstadt gefunden. Mit der Wiedergewinnung der Orgel kann nun ein wunderbares Beispiel einer kleinen Orgel des frühen 19. Jahrhunderts wieder erklingen. So ist ein bedeutendes Instrument, vermutlich Max Bittners opus 1 von 1838 in Ingolstadt „nach Hause“ gekommen.

 

 

zur Disposition...

 

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