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Hamburg, Elbphilharmonie

Neues aus der Welt des Orgelbaus Deutschland

Hamburg, Elbphilharmonie

Pressemitteilung der Stiftung Elbphilharmonie

25. Februar 2008:

Konzertsaal-Orgel für die Elbphilharmonie.

Die Werkstatt Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG ist Sieger des Wettbewerbs zum Bau der Orgel im großen Konzertsaal der Elbphilharmonie.

Das traditionsreiche Unternehmen mit Sitz in Bonn wird in den nächsten zwei Jahren zusammen mit den Architekten der Elbphilharmonie Jacques Herzog und Pierre de Meuron die Orgel planen und bauen. Beteiligt hatten sich an der Ausschreibung sechs Orgelbau-Firmen. Ermöglicht wird der Bau der Orgel durch eine Spende in siebenstelliger Höhe des Unternehmers und ehemaligen Präses der Hamburger Handelskammer, Peter Möhrle.

 

Der Spender der Orgel, Peter Möhrle, sagte: „Das Projekt Elbphilharmonie und besonders der Entwurf des Konzertsaales haben mich von Anfang an begeistert. Mit meiner Spende möchte ich dazu beitragen, dass die Elbphilharmonie nicht nur architektonisch Aufsehen erregen wird. Um das gesamte Repertoire sämtlicher musikalischer Gattungen in das Konzertprogramm einbeziehen zu können, ist der Bau der Orgel unverzichtbar. Nicht zuletzt die Orgel wird diesen Saal zu einem ganz besonderen Aufführungsort machen.“

 

Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck dankte Peter Möhrle für seine großzügige Spende und betonte, dass dies ein weiterer Beleg für das ungewöhnlich große bürgerschaftliche Engagement der Hamburger bei dem Projekt Elbphilharmonie sei. Zum Wettbewerbssieger sagte die Kultursenatorin:

„Ich freue mich sehr darüber, dass die international bewährte Orgelbau-Werkstatt Johannes Klais den Zuschlag erhalten hat. Ich bin überzeugt, dass die künftige Orgel sowohl in ihrer musikalischen Qualität als auch in ihrer optischen Gestaltung den hohen Ansprüchen entsprechen wird, die mit dem Projekt Elbphilharmonie verbunden sind.“

 

Die Orgel wird als viermanualiges Instrument mit etwa 65 Registern, einer mechanischen Traktur und einem zweiten, elektrischen, fahrbaren Spieltisch geplant. Ein Fernwerk mit vier weiteren Registern ist in dem Reflektor über dem Orchester geplant. Die Klangcharakteristik soll insbesondere dem Repertoire ab dem 19. Jahrhundert, aber auch den Bedürfnissen zeitgenössischer Musik entsprechen.

 

Der Generalintendant von Elbphilharmonie und Laeiszhalle, Christoph Lieben-Seutter, sagte: „Philipp Klais hat sich von dem Großen Konzertsaal der Elbphilharmonie wie auch vom Gespräch mit den Architekten zu einem Entwurf inspirieren lassen, der sich harmonisch in das Gesamtprojekt einfügt. Überzeugt hat uns vor allem auch das klangliche Konzept: eine klare, konsequente Linie, die von der Spätromantik ausgeht und ein authentisches Klangbild des großen Repertoires für Orgel und Orchester hervorrufen wird. Für das Hamburger Konzertleben wird diese Orgel

eine große Bereicherung sein.“

 

Ob in Tokio oder Singapur, in Madison oder Caracas, in Athen, Köln oder St. Petersburg, in Brisbane oder Kuala Lumpur: Seit über 125 Jahren entstehen in der Bonner Orgelbauwerkstatt Klais Pfeifenorgeln, die in Kirchen und Konzertsälen auf der ganzen Welt erklingen.

 

Philipp C.A. Klais „Wir freuen uns sehr, an diesem spannenden Projekt mitarbeiten zu können. Die Elbphilharmonie wird ein Bauwerk, das allen offen steht. Sie wird ein Meilenstein für Hamburg, aber auch für Deutschland und, davon bin ich überzeugt, für Europa. Wichtig ist uns, in diesem Rahmen ein Instrument zu schaffen, das den Raum mit seinem warmen, vollen Klang erfüllt und sich nicht nur den Zugang zu den Ohren, sondern auch zu den Herzen der Besucher verschafft. Beim Bau einer Konzertorgel gibt es für uns keine standardisierte Ideallösung. Jedes Instrument wird für die spezielle musikalische, akustische und architektonische Konzeption des Raums erarbeitet und entworfen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, arbeiten wir dabei eng mit den Architekten und dem Design Team zusammen. Dabei haben wir in den vielen Jahrzehnten unseres Schaffens Orgelsachverständige, Akustiker und Architekten nicht nur als Spezialisten und Ingenieure, sondern oft auch als Künstler kennen gelernt, die jeder auf seine Art, Räume und damit auch Tonräume gestalten. Die Hamburger Elbphilharmonie stellt als dreidimensional bewegter Konzertraum mit seinen ineinander fließenden Balkonen und Emporen, angeordnet auf einem Hafenspeicher eine besondere Herausforderung dar.“

 

Kontakt:

Stiftung Elbphilharmonie

Ferdinandstraße 65/ 67

20095 Hamburg

 

 


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