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Hamburg, Hauptkirche St. Michaelis

Die Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg ist das markante Wahrzeichen Hamburgs. Die Kirche, mit ihrem 132 m hohen Turm von Hamburgern und Nicht-Hamburgern liebevoll "Michel" genannt, kann sicherlich zu den bedeutendsten protestantischen Barockbauten gezählt werden.

 

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III.) Fernwerk auf dem Dachboden der Michaeliskirche

 

In Verbindung mit der großen Walcker-Orgel von 1912 baute man auf dem Dachboden ein Fernwerk, dessen Schallabstrahlung in den Raum durch eine Öffnung in der Mitte der Kirchendecke erfolgte. Verbunden waren Schallaustrittsöffnung und Fernwerk durch einen langen, 3,50 m breiten Schallkanal, dem ausgezeichnete akustische Eigenschaften nachgesagt wurden.

 

Dieses besondere Werk mit seiner ganz eigenen akustischen Eigenschaft und Wirkung im Kirchenraum konnte im Rahmen der Renovierung der Orgeln wieder entstehen.

 

Fernwerke in großen Kirchenräumen haben eine lange Tradition und wurden in der Zeit um 1900 öfter gebaut. Walcker baute bereits 1904 in der Esslinger Stadtkirche ein Fernwerk auf elektro-pneumatischen Kegelladen, 1911 wurde es versetzt und mit einem 30 m langen Schallkanal aus Gipskarton mit doppelten Schwelljalousien versehen. In dieser Form war es der Hamburger Anlage von 1912 sehr ähnlich.

 

Ziel des Neubaus war die Schaffung einer Fernwerkslösung in Anlehnung an die Walcker'sche Tradition, ohne jedoch eine direkte Kopie des originalen Walcker'schen Fernwerkes anzustreben: ein Fernwerk, dessen Klang wie "der ferne Silberstrom" herabrieselt.

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